Vorstellung als Bendestorfer Kandidat für den Gemeinderat, den Samtgemeinderat und den
Kreistag

Für die Internetseite der Grünen vom OV Jesteburg Zugehörig zum Jahrgang 1956, lebe ich schon immer hier und bin in einer alten Bendestorfer Bauernfamilie verwurzelt. Meine Mitgliedschaften vor Ort: Jagdgenossenschaft, Fischereigenossenschaft Seeve und Förderverein Kirche in Bendestorf. Von Beruf bin ich Industriekaufmann und neuerdings Pensionär. Tätigkeiten u. a. in der Automobilzulieferbranche, einem kommunalen Versorgungsbetrieb und bei Strom- und Hafenbau in Hamburg. Studium der Betriebswirtschaft und des Bauingenieurwesens. Dabei Interessenschwerpunkte u. a. Energiegewinnung aus regenerativen Energiequellen, Energieeinsparung, Raumordnung und Landesplanung, Fachplanungsrecht und Öffentliches Baurecht (kommunale Bauleitplanung).
Ehrenamtlich lange engagiert in mehreren Bürgerinitiativen. Regelmäßiger Besucher und gelegentlicher Fragesteller in Ratssitzungen von Gemeinde, Samtgemeinde und Kreistag.

Hobbys: Lesen, Spaziergänge, Reisen, Camping, Science Fiction, Fotografieren, und Musik (insb. Jazz und Country), Gartenarbeit besonders in meiner Obststreuwiese. Meine Eigenschaften, Kenntnisse und Erfahrungen würde ich gerne in die Kommunalpolitik
einbringen und kandidiere für den Gemeinderat, für den Samtgemeinderat und den Kreistag,
weil ich die Zukunft vor Ort mit gestalten und nicht nur den Anderen überlassen möchte.

 

Wie lang bist Du politisch aktiv und warum?

Seit der Nachrüstungsdebatte 1983. Hinzu kam damals die wachsende Militarisierung unserer Heideregion. Seitdem bin ich aktiv in der Friedensbewegung in Gruppen und Vereinen, lokal, regional und bundesweit. Initiator mehrerer Petitionen an Land- und Bundestag. Im überparteilichen „Aktionskreis Gesicht zeigen“ war ich dabei, um Fremdenfeindlichkeit und Extremismus im Landkreis Harburg mit bürgerlichem Engagement entgegenzuwirken. Auf Gemeindeebene hatte ich mich beteiligt in der „Bürgerinitiative gegen einen Funkturm Bendestorf“. Beim überparteilichen Workshop „Zukunftsentwicklung Bendestorf“ hatte ich mich eingebracht zu
den Themen Bauen, Infrastruktur, Verkehrsberuhigung, sichere Rad-, Geh- und Schulwege. Bei den Grünen bin ich insgesamt 14 Jahre lang Mitglied, weil ich mit deren wesentlichen Grundsätzen die größten Übereinstimmungen habe. Zunächst engagierte ich mich auf Kreis- und Landesebene. Vertretung des grünen Kreisverbandes im Arbeitskreis Metropolregion Hamburg zur Verkehrsanbindung und beabsichtigten Hafenschlick-Ablagerungen. Ich war aktiv in den Landesarbeitsgemeinschaften Frieden sowie Umwelt, Natur und Ökologie. Dabei brachte ich mehrere Beschlüsse, u. a. zum Klagerecht für Naturschutzverbände und zur Beendigung des Soltau-
Lüneburg-Abkommens (Militärübungen in Naturschutzgebieten) auf den parteiinternen Weg. Zur Zeit bin ich aktiv bei der LAG Europa, Frieden und Internationales. Und bei den Grünen 60plus, wo wir uns einsetzen für ein alten- und behindertengerechtes Wohnumfeld. Im Frühjahr habe ich den Kreisverband in der Internet-Bundesdelegiertenkonferenz für die Aufstellung des Bundestagswahlprogramms vertreten. Vor einigen Jahren fanden sich in Bendestorf Grüne zusammen. Seitdem engagiere ich mich auch vor Ort in der Kommunalpolitik, weil hier einiges im Argen liegt und man alleine nicht viel bewegen kann.

Was willst Du unbedingt noch in Deinem Leben tun?

Noch einen Apfelbaum alter Sorte in meinen Obstgarten pflanzen. Neue Ideen und gleichgesinnte Leute kennenlernen. Weiterhin Philosophie, Literatur und Musik erkunden und genießen. Klaro, noch einmal ein Konzert der Rolling Stones und das Elbjazz-Festival erleben

 

Welches Alltagsproblem würdest Du gerne lösen?

Der verbreiteten Haltung „nach mir die Sintflut“ entgegen wirken. Es wird Zeit, eine wirksame Verkehrsberuhigung der Kleckerwaldstraße voranzutreiben – mit dem
zunehmenden Durchgangsverkehr – und der faktischen Zweiteilung Bendestorfs.

 

Was ist Dein Lieblingsort bei uns?

In Bendestorf?

Den Sonnenuntergang über dem Bendestorfer Tal erleben. Dabei Kunstflügen der Schwalben
zuzusehen, dem Abendlied der Amsel, dem Gesang der Nachtigall zu lauschen, den Schatten der
Fledermäuse wahrzunehmen und den Geruch der gemähten Wiesen zu riechen.

In der Samtgemeinde?

In Jesteburg entlang der Seeve spazieren gehen und auf die Beobachtung eines Eisvogels hoffen.
Bei Lüllau die Rieselwiesen als kulturelles Erbe der vorherigen Bauerngenerationen bestaunen. Von
Itzenbüttel bis Bendestorf den traumhaften Buchenwald im Frühlingsgrün erleben. Von Harmstorf
bis zum Bendestorfer Seeve-Wehr wandern, wo wir früher badeten.

Im Landkreis?

Vom Wilseder Berg den Blick auf die umgebende blühende Heide genießen.

Welches Anliegen ist Dir am wichtigsten in den nächsten 5 Jahren?

Die Bauplanungen der Gemeinde Bendestorfs vom bisherigen Hauruck-Verfahren für Investoren weg, in lang- und mittelfristige Planungen in Zusammenarbeit mit der Samtgemeinde und dem Landkreis zu lenken. Die Einbindung Bendestorfs in überörtliche Zusammenhänge zu betonen, anstatt weiterhin Bendestorf als Insel der Seeligen zu propagiert zu bekommen. Für verantwortbare Nachverdichtung eintreten und ungebremste Flächenversiegelung für prestigeträchtige Großprojekte vermeiden helfen. Für den Samtgemeinderat sollten die Belange der ganzen Samtgemeinde und nicht nur die einer Gliedgemeinde oder Einzelinteressen Orientierung sein. Im Kreistag würde ich die Ausweisung von Vorranggebieten in dem Regionalen Raumordungsprogramm für die Energiegewinnung aus regenerativen Energiequellen von Wind, Sonne und Wasser unterstützen. Ein Endlager für Atommüll im Landkreis lehne ich ab. Bestrebungen Kiesabbauflächen unangemessen zu erweitern, würde ich kritisch begleiten und die Beeinträchtigung schützenswerter Bachläufe ablehnen. Den Ausbau des Radwegenetzes vorantreiben. Auf das Großsteingrab im Kleckerwald als eines der größten Kulturdenkmale dieser Art in Norddeutschland, sollte angemessen und besser als bisher hingewiesen werden. Die Kulturlandschaft der Lüneburger Heide im Landkreis ist meiner Überzeugung nach zu erhalten und zu pflegen. Kreistagssitzungen sollten deutlicher bekannt gemacht und auf die öffentliche Bürgerfragestunde hingewiesen werden.

Hier ist noch Platz für Dein Statement zu Bendestorf

Ich halte es für demokratisch erstrebenswert, der bisherigen Mehrheit im Gemeinderat, eine politische Alternative gegenüberzustellen. Bendestorf sollte sich nicht weiter zu einem elitären Schlafdorf für Kapitalanleger im Speckgürtel Hamburgs entwickeln. Bürgerbeteiligung muss wirklich und entscheidungsrelevant durchgeführt und nicht länger als Alibi für vorher ausgeklüngelte Entscheidungen einflussreicher Kreise dienen. Auswirkungen aufgrund von Klimaveränderungen, Artenrückgang und Insektensterben sollten bei der Bauleitplanung endlich einbezogen werden. Rad-, Fuß- und Schulwege sicherer gestalten. Alten gerechteres Wohnumfeld für die älteren Mitbürger anstreben. Ehrenamtliches Engagement stärken: wie in der Kirchengemeinde, der Freiwilligen Feuerwehr und im Kultur- und Vereinsleben. Die Plattdeutsche Sprache als Bereicherung würdigen und unterstützen. Für die Ergänzung der Ortsschilder mit der Plattdeutschen Bezeichnung „Benstörp“. Die Geschichte Bendestorfs als Bauerndorf sollte nicht weiter vernachlässigt werden. Ein Ausschuss für Heimatangelegenheiten könnte dafür wieder eingesetzt werden.