Da geht was: Arten schützen! Jeden Tag!

Bildquelle: Pixabay.com

Der 03. März wurde zum Internationalen Tag des Artenschutzes auserkoren. In diesem Zusammenhang greifen wir das Thema aus 2022 noch einmal auf, denn es wurde unter anderem auf die ständig Abnahme unserer Singvögel aufmerksam gemacht.

Der BUND (Bund Umwelt Naturschutz Deutschland) wies 2022 darauf hin, dass in den letzten 40 Jahren über 600 Millionen Singvögel verlorengegangen sind, fast 20 % des gesamten Bestandes. Auch in Jesteburg sind Vogelkonzerte schon lange keine Selbstverständlichkeit mehr, die Tendenz geht in Richtung Solosänger. Selbst häufige Arten wie Star oder Haussperling sind längst nicht mehr überall zu finden/zu hören. Bodenbrüter in Feld und Flur wie z.B. die Feldlerche haben es noch schwerer. So tendieren wir wie in den Anfang 60-ziger Jahren wieder Richtung „stummer Frühling“.

Und dabei benötigen wir für unser eigenes Überleben stabile Ökosysteme, die uns Menschen mit Wasser und Nahrung versorgen und das Klima stabilisieren.

Der Nutzungsdruck auf Lebensräume und Landschaft bringt viele Tier- und Pflanzenarten in Deutschland in Bedrängnis. Insbesondere eine industrielle Landwirtschaft mit fehlenden Agrargehölzen und übermäßigem Pestizideinsatz machen es vielen Vögeln schwer. Sie finden dann zu wenig Nahrung in Form von Insekten, insbesondere für die Aufzucht ihrer Jungen, aber auch Nistmöglichkeiten. Das betrifft leider im Grundsatz auch andere Tierarten.

Der fortschreitende Flächenverbrauch für Energieerzeugung, Siedlungen, Gewerbe und Straßen leisten einen weiteren Beitrag für die insgesamt abnehmende Biodiversität.

Da wir mit technischen Lösungen weder das Artensterben, noch den Verlust an Biodiversität aufhalten werden, plädieren wir Grüne dafür, dass jeder! das Thema Artenschutz mitdenkt und so gestaltet, dass nicht nur der Mensch als Lebensform darin seinen Platz findet.

Jeder Quadratmeter ökologisch wertvoll gestaltete Fläche im Garten, Gewerbe, der Gemeinde oder am Ackerrand hilft!

Quelle BUND aus 2022:

Hintergrund: Der Internationale Tag des Artenschutzes steht in diesem Jahr unter dem Motto „Recovering key species for ecosystem restauration“. Er wurde 2013 von den Vereinten Nationen ausgerufen und wird jährlich am 3. März begangen. Rund um die Welt wird heute das Thema Artenschutz ins öffentliche Bewusstsein gerückt und gleichzeitig an die Unterzeichnung des Washingtoner Artenschutzübereinkommens erinnert. Wir befinden uns im größten Artensterben seit dem Ende der Dinosaurier: Laut aktueller Studien ist die natürliche Aussterberate weltweit durch menschlichen Einfluss mittlerweile um bis das 1000-fache erhöht. Die größten Bedrohungen sind Lebensraumverlust, Wilderei, Überfischung, Umweltverschmutzung, Klimawandel und die Einschleppung gebietsfremder Arten. In Deutschland stehen momentan 33 Prozent der Wirbeltiere, 34 Prozent der wirbellosen Tiere, 31 Prozent der Pflanzen und 20 Prozent der Pilze auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Besonders die Reptilien, Amphibien, Vögel und Insekten haben mit dramatischen Bestandseinbrüchen zu kämpfen. Dass gute Schutzmaßnahmen Wirkung zeigen können, zeigt die positive Entwicklung bei bestimmten Arten wie Seeadler, Fischadler, Kranich, Wildkatze und Fischotter.

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